Was dort passiert ist, ist sehr tragisch, keine Frage. Aber zu dem Strafmaß will und kann ich mich nicht äußern, da ich kaum Kenntnisse zur Rechtslage habe. Ich denke auch das es für den Richter nicht ganz einfach war einen "geeignetes" Strafmaß zu finden, da es zum Glück noch keinen anderen Verkehrsunfall dieser Art gab an dessen Verfahren er sich hätte "orientieren" können.
Hier zu noch ein Artikel aus der gestrigen Ausgabe der "kölnische Rundschau".
DER VERSICHERUNGSSCHADEN
Der Schaden an der Wiehltalbrücke ist mit Sicherheit einer der teuersten Autounfälle der deutschen Verkehrsgeschichte. Die Reparatur der Brücke kostet etwa 11,5 Millionen Euro. Dazu kommen die Erdsanierung, Schadensersatzansprüche der Anlieger, Schmerzengeld für die Witwe und andere Summen. Insgesamt muss die Kölner Gothaer-Versicherung laut Pressesprecher Dr. Hubert Becker aber "bei weitem weniger" als die 32 Millionen Euro bereit stellen, die ursprünglich zurückgelegt wurden. Allerdings muss die Gothaer, über deren Internet-Tochter Asstel der Angeklagte sein Auto Haftpflicht versichert hatte, für den Schaden allein aufkommen: Die Generali-Versicherung, die für den Tanklaster zuständig war, bleibt ungeschoren, nachdem sich die Sachverständigen einig wurden, dass den Lkw-Fahrer keine Schuld trifft. Theoretisch könnte die Gothaer-Versicherung dem Angeklagten den Versicherungsschutz nachträglich entziehen, weil er sich wegen seines Drogenkonsums und der abgefahrenen Reifen grob fahrlässig verhalten hat. Insofern es um zweistellige Millionensummen geht, ist bei ihm praktisch nichts zu holen. Bleiben die Rückversicherungen, bei denen sich die Gothaer versichert hat: Deren Schadenslimit beträgt in diesem Fall 50 Millionen Euro (tie)
Wie gesagt auch die Gothaer-Versicherung wird glimpflich davon kommen, da sie für solche Fälle ihren Rückversicherer hat, der für den Schaden aufkommen werden muss.